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Insgesamt sind weltweit über 40 000 verschiedene Spinnenarten registriert, dessen Erforschungen unterschiedlich weit vorangeschritten sind. Meist werden täglich neue Arten entdeckt, so dass stetig neue hinzukommen und die Wissenschaft diesem Anstieg nur schleppend folgen kann.

Überall auf der Welt kommt es täglich zum Zusammentreffen zwischen Mensch und Spinne, was unterschiedliche Reaktionen bei beiden hervorrufen kann. Durch ihr auffallendes Äußeres und ihre Flinkheit werden sie leider von vielen Menschen als angsteinflößend und bedrohend angesehen. Zudem hat auch heute noch die Spinne mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, die sich im Laufe der Entwicklung als falsch erwiesen haben. Viele übersehen dabei die Faszination dieser Spezies, die dabei mit besonderen Verhaltensweisen je nach Gattung beeindrucken. Einige Arten zeichnen sich durch eine wunderschöne Farbenpracht aus, die ein echtes Naturspektakel darstellt. Andere spinnen faszinierende Radnetze, um so an ihre Nahrung zu gelangen. Somit dient die Spinne auch als Insektenvernichter und ist ein wichtiges Glied im Ökosystem.

Ein geeigneter Lebensraum

Fast überall auf der Welt ist die Spinne beheimatet, dabei kann sie je nach Art unterschiedliche Gegenden bevorzugen. In Deutschland sind Spinnen vor allem in Wäldern, Feldern oder sogar in oder an Häusern zu finden. Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, zieht sie es vor allem in Unterschlüpfe oder ins heimische Haus, wo sie meist für Angst und Schrecken sorgen (Lesetipp: Spinnen bekämpfen). Viele Spinnenarten, explizit die Vogelspinnen leben hautsächlich in tropischen oder subtropischen Regionen, so dass man sie in Deutschland in freier Wildbahn nicht antreffen wird. Aufgrund dieser Anforderungen muss bei der Haltung von Vogelspinnen im Terrarium stets die Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrolliert werden.

Die Giftigkeit von Spinnen

Wenn eine Spinne gereizt wird oder sie sich auf der Nahrungssuche befindet, setzt sie sich gerne mit dem sogenannten Giftbiss zur Wehr. Dieser kann ganz unterschiedliche Auswirkungen mit sich bringen, die je nach Art variieren. Dabei ist vor allem die Intensivität des Giftes entscheidend. Der Biss von Vogelspinnen erweist sich als sehr harmlos für den Menschen, da dieser vergleichbar mit einem Wespenstich ist und nur bei Kindern oder geschwächten Menschen Komplikationen mit sich bringen kann. Im Gegenzug dazu kann das Gift von Vogelspinnen bei Kleinstlebewesen zum Tode führen. Weltweit sollen 30 Spinnen giftig und für den Menschen zwei gefährlich sein.

Eine der wohl giftigsten Spinnen ist die sogenannte Trichternetzspinne, die in Australien beheimatet ist und dessen Biss für den Menschen sogar tödlich enden kann. Besonders gerne verstecken sie sich in dunklen Ecken, wo sie Schutz suchen. Am liebsten halten sie sich dabei in Schuhen, Dosen oder Kleidungsstücken auf. Daher ist in Australien immer besondere Vorsicht geboten, da es auf diese Weise am häufigsten zum Biss kommt. Dieser kann sehr starke Schmerzen auslösen und diesem schließen sich dann meist weitere Symptome wie Schwitzen, Atemnot oder Blutdruckabfall an. Im schlimmsten Fall kann es sogar zur Bewusstlosigkeit kommen, daher sollte bei dem Biss einer Trichterspinne sofort ärztliche Hilfe angefordert werden.

Eine Steigerung bietet die Rotrückenspinne, die ebenfalls in Australien angesiedelt ist und sich durch ihre besondere Zeichnung leicht erkennbar ist. Erstaunlich ist dabei, dass ausschließlich nur die Weibchen für den Menschen gefährlich werden können. Die mit dem Giftbiss verbundenen Schmerzen werden von Betroffenen als unerträglich bezeichnet. Das Gift lähmt bestimmte Körperregionen und führt zu Krämpfen. Besonders gefährlich wird es, wenn das Atmungsorgan betroffen ist.

Spinnen gehen auf unterschiedlichste Weise auf Beutefang

Bei der Nahrungssuche wenden Spinnen verschiedene Verfahren an, um an ihre Beute zu gelangen. Viele Arten werden den typischen Netzbau an und versuchen auf diese Weise an ihre Nahrung zu gelangen.

Andere wiederum, wie die Vogelspinnen, sind die sogenannten Jäger, die ohne Netz auf Beutefang gehen. Dabei halten sie sich meist so lange in ihrem gut getarnten Versteck auf bis potenzielle Beute naht. Diese erspüren sie anhand von Erschütterungen, die Spinnen besonders gut wahrnehmen können. Meist greifen sie ihr Opfer mit einem Giftbiss an, der letztendlich zum Tode führt.