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Der Ameisenbiss – erkennen und behandeln

Ameisen im Haus, oder womöglich sogar in der Küche, sind nicht gerne gesehen. Doch solange die kleinen Insekten nicht beißen, kann man ihnen gelassen gegenübertreten und sie bekämpfen. Der Ameisenbiss hingegen ist zumindest lästig, wenn auch in der Regel ungefährlich. Allerdings gibt es auch Ameisenarten, deren Biss zu Rötungen und Schwellungen, sowie vor allem starkem Juckreiz führen kann.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie man am besten einen Ameisenbiss behandeln sollte und vor welchen Ameisen sie sich in Acht nehmen müssen, da der Biss mancher dieser Insekten besonders heftige Reaktionen hervorrufen kann.

 

Ameisenbisse an den Beinen eines Jungen

Ameisenbisse mit Schwellung und Rötung – Foto: zoeytoja / depositphotos.com

 

Nicht jeder Ameisenbiss ist gleich stark

Praktisch jede Ameisenart besitzt Mundwerkzeuge, die nicht nur zur Nahrungsaufnahme dienen, sondern mit denen sich die Ameise auch gegenüber ihren Feinden verteidigen kann.

Während unseren normalen Hausameisen, die bei uns hauptsächlich im Garten vorkommen, lediglich beißen, verfügen die Waldameisen und die Feuerameisen zusätzlich zum Mundwerkzeug noch über die Möglichkeit, Gift in die Wunde zu geben.

Dieses Gift, die sogenannte Ameisensäure, kann heftige Allergien auslösen. Sicherlich haben Sie schon von der Ameisensäure gehört. Diese gehört zur Gruppe der Methansäuren und ist stark ätzend. Doch dazu weiter unten im Artikel mehr.

 

Warnung: Ameisenbisse und allergische Reaktionen

Zunächst eine Warnung vorab: wer unter bekannten Allergien gegenüber Insektenstichen und –Bissen leidet, der sollte bei Ameisen vorsichtig sein. Im Notfall müssen sämtliche Ameisen auf dem eigenen Grund und Boden bekämpft werden. (Lesetipp: Ameisen bekämpfen).

Bei besonders starken allergischen Reaktionen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Schwillt die entsprechende Stelle stark an und der Kreislauf der gebissenen Person bricht zusammen, so muss umgehend ein Notarzt alarmiert werden. Am sichersten ist, die 112 zu wählen und das Problem zu schildern.

Gleiches, nämlich die 112 zu wählen, gilt immer dann, wenn die Ameise im Mund- oder Rachenraum gebissen hat. Glücklicherweise gelangen Ameisen nur selten in den Mund, wie es zum Beispiel bei Bienen oder Wespen passieren kann.

 

Ameisenbisse: Erste Hilfe ist nicht schwer

Zunächst brennt der Biss einer Ameise und die Haut fühlt sich unangenehm an. Gerade bei der  Hausameise ist der Biss jedoch bei weitem nicht so schmerzhaft, wie zum Beispiel bei einem Wespenstich. Hier ein paar einfache Tipps und simple Hausmittel, die schnelle Linderung verschaffen:

Den Ameisenbiss mit Hitze neutralisieren

Ist man von einer Ameise gebissen, kann man mit Hitze den Juckreiz und die Schwellung reduzieren. Dies gilt vor allem für Stiche von Wespen, Bienen und Hornissen, aber auch für den Ameisenbiss. Man kann einerseits einen erhitzten Löffel kurz auf die entsprechende Stelle drücken, andererseits kann man auch einen elektronischen Stichheiler* verwenden. Dieser lässt sich überall hin mitnehmen und ist so klein, dass er in jede Handtasche und auch ins Auto passt.

 

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Sofortige Kühlung

Die Behandlung mit Kälte, also das Kühlen der Bissstelle, lindert den Juckreiz, einen möglichen Schmerz und verhindert ein Anschwellen des gebissenen Bereichs. Ein kleiner Tipp an alle Eltern: haben Sie immer ein oder zwei Kühl-Akkus im Kühlschrank. Diese sind auch bei anderen kleinen Verletzungen, wie zum Beispiel einer Beule, sinnvoll.

Kühlende Salben

Übrigens gibt es in der Apotheke auch kühlende Salben, die gleichzeitig den Juckreiz lindern. Für Allergiker empfiehlt sich eine solche Salbe zudem mit etwas Kortison. Dieser Wirkstoff kann eine Entzündung lindern. Besonders bekannt in unserem Bekanntenkreis ist hier Soventol Gel und die Soventol Hydrocortisonacetat Creme; es gibt aber auch zahlreiche andere.

Tipp: Aloe Vera

Der Aloe Vera werden viele Eigenschaften zugeschrieben. Besonders hervorzuheben sind zur Anwendung bei Ameisenbissen sicherlich die beruhigende Wirkung auf die Haut und die kühlenden Eigenschaften eines Aloe Vera Gels. Übrigens: auch bei Sonnenbrand wirkt Aloe Vera schnell und zuverlässig.

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Tabletten gegen die Ameisenbissallergie

Wer unter einer Insektenstich- oder Ameisenbissallergie leidet, der kann gegen die Allergie selbst ein Antihistaminika einnehmen. Hierbei handelt es sich medizinisch gesehen um Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten.

Neuere Produkte der Gruppe der Antihistaminika machen weniger müde und behindern die tägliche Arbeit nicht.

 

Hausmittel beim Ameisenbiss

Das wohl bekannteste Hausmittel bei einem Ameisenbiss ist Spucke auf die Stelle zu reiben. Tatsächlich hilft dies für kurze Zeit recht gut, der Wirkmechanismus an sich ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. Eine Vermutung ist in jedem Fall, dass durch die  Verdunstung des Speichels ganz banal eine Kühlung der Bissstelle entsteht.

Viele Menschen schwören auch auf eine halbe Zwiebel, die auf die entsprechende Bissstelle oder einen Insektenstich gelegt werden kann. Tatsächlich wird die Zwiebel auch leicht desinfizieren. Bisher gibt es allerdings, bis auf die Aussage einzelner, keine größere Untersuchung, ob Zwiebeln tatsächlich gegen Insektenstiche oder Ameisenbiss verhelfen.

Letztlich kann man also sagen, dass die Anwendung von Hausmitteln häufig er dadurch auftritt, dass man an deren Wirkung glaubt.

 

Ameisenbisse von Feuerameisen oder Waldameisen

Normalerweise halten sich weder Feuerameisen, noch Waldameisen, in der Nähe von Häusern auf, sofern das Haus nicht mitten in einem Wald liegt. Trotzdem kann das natürlich immer passieren, dass jemand beim Wandern, Campen oder spazieren gehen in die Nähe eines solchen Ameisenbaus oder einer Ameisenstraße gelangt.

Selbstverständlich beißen die Ameisen nicht aus Böswilligkeit, es handelt sich vielmehr um eine rein instinktive Abwehrhandlung. Gerade wenn unbemerkt mehrere Ameisen über den Körper krabbeln und plötzlich zubeißen, löst dies einen starken, unerträglichen Juckreiz aus.

Während der Biss einer Hausameise sehr schnell vergessen ist, weil der Schmerz wieder abklingt, ist der Biss einer Waldameise oft schmerzhaft. Die Ameise hat in die Bisswunde ihr Ameisengift gespritzt, was dort einen Juckreiz und ein Brennen auslöst. Zudem schwillt die Bissstelle an und der Betroffene versucht rein instinktiv zu Kratzen. Dummerweise wird die Schwellung dabei häufig noch größer, da sich das Ameisengift leichter verteilt.

Übrigens: das Gift gelangt über eine Drüse, bzw. ein Stachel, am Hinterleib der Ameise in die Bissstelle.

 

Ameisensäure ist gefährlich

Bei der Ameisensäure handelt es sich um eine Methansäure. Da bei einem Ameisenbiss nur eine äußerst geringe Menge in den Körper injiziert wird, ist der Biss in der Regel nicht gefährlich. Manchmal bilden sich Rötungen und kleine Schwellungen, die jedoch innerhalb weniger Tage vollständig wieder verschwinden.

Schlimmer hingegen sind allergische Reaktionen auf die Ameisensäure. Insbesondere die Feuerameise gilt als besonders gefährlich. In Amerika verursacht diese Ameisengattung sehr hohe Schäden, die in die Millionen gehen. Auch sind schon einige Menschen durch das Gift dieser Ameise gestorben.

Schlimm ist vor allen Dingen, wenn neben der allergischen Reaktion ein anaphylaktischer Schock auftritt. Hierbei handelt es sich um einen echten Notfall. Es sollte sofort ein Rettungswagen gerufen werden.

Der Notarzt wird zunächst den anaphylaktischen Schock mit Adrenalin behandeln. Dieses verengt die Blutgefäße, sodass sich die Atmung stabilisiert. Die Schocksymptome klingen ab. Im nächsten Schritt wird Kortison über eine Infusion verabreicht. Das Kortison soll die Entzündung im Körper nachhaltig unterbinden.

 

Dem Ameisenbiss vorbeugen

Halten Sie alle Nahrungsmittel fest verschlossen. Dies gilt vor allem auf der Terrasse und in der freien Natur. Eine einzelne Ameise, die etwas zu essen entdeckt, sorgt dafür, dass in Kürze eine ganze Ameisenarmee einmarschieren wird. Grund ist die Duftspur, welche die eine Ameise hinterlassen hat. Auf Ihr gelangen alle anderen Ameisen zum Ursprungsort der Nahrungsquelle. Das ist übrigens auch der Grund, warum es die berühmten Ameisenstraßen gibt. Alle diese Ameisen folgen im Grunde der Duftspur der ersten Ameise.

Festes Schuhwerk und Hose in die Socken

Wer in der freien Natur wandern geht, der läuft natürlich Gefahr, dass eine Ameise über die Schuhe in die Hose krabbelt. Darum ist es besonders hilfreich, sich die Hose in die Socken zu stecken. So gelangen die Ameisen nicht ins Hosenbein, sondern zunächst auf die Hose. Besteht diese aus einem festen Stoff (z.B. Jeans), kann die Ameise auch nicht hindurchbeißen.

 

Zusammenfassung

Während der Biss einer einfachen Hausameise zumeist harmlos ist, besteht beim Biss einer Waldameise oder einer Feuerameise durchaus eine latente Gefahr. Das durch die Ameise injizierte Gift führt zu schmerzhaften Bissstellen, Rötungen und Schwellungen. Auch ein unangenehmer und zumeist heftiger Juckreiz gehört zu einem solchen Ameisenbiss dazu.

WICHTIG: eine allergische Reaktion kann durch den Biss einer Feuerameise oder Waldameise häufig auftreten. Sollten Sie Kreislaufprobleme oder Schwellungen im Mund- oder Rachenraum feststellen, verständigen Sie bitte sofort einen Rettungswagen.

 

 

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Letzte Aktualisierung am 12.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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