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Spinnen zählen zu den Nützlingen, und dennoch haben viele Menschen Angst vor ihnen oder ekeln sich zumindest davor. Gerade wenn es draußen kälter wird, machen Spinnen es sich im warmen Haus gemütlich und machen Bewohnern mit Spinnenphobie das Leben schwer.

Nur sehr wenige Menschen trauen sich, Spinnen in die Hand zu nehmen. Und hier gilt: je größer die Spinne, um so stärker die Furcht.

Warum Spinnen ins Haus kommen

Spinnen finden im Sommer und oft auch bereits im Frühling draußen perfekte Bedingungen vor. Das Nahrungsangebot ist groß und die Wetterbedingungen sind gut. Es ist warm und im Sommer meist trocken.

Im Herst hingegen wird es draußen immer dunkler, kälter und nass. Das ist für Spinnen nicht mehr so angenehm, wie im Sommer. Dazu locken Wohnungen und Häuser mit viel Licht und Wärme. Insbesondere das Licht wirkt auf die Spinnen besonders anziehend.

Wege ins Haus

In der Regel kommen Spinnen durch offene Fenster und den Keller. Ein kurzes Lüften in Kippstellung reicht dabei den Spinnen bereits aus.

Gerade in den Sommermonaten sind oft die Fenster in den Luftschächten der Keller offen. Hier dringen meist viele Spinnen ein. In Einfamilienhäusern haben die Spinnen dann besonders leichtes Spiel. Hier ist oft ein direkter Zugang in das übrige Haus durch kleinste Schlitze unter den Türen leicht zu schaffen. Offene Türen lassen die Spinne dann im ganzen Haus ihrer Lieblingsorte finden.

 Paarungsverhalten

Im Herbst kommen Spinnen in Paarungsstimmung. Dann ist deren Aktivität erhöht und die Männchen machen sich auf die Suche nach den Weibchen. Zwangsläufig führt der Weg der Spinnen dann auch ins Haus, denn Spinnen passen durch kleinste Ritzen und Spalte.

Spinnen bekämpfen

Forscher sind der Annahme, dass man in jedem Haushalt bis zu 300 Spinnen zählen kann, man kann Spinnen leider nicht komplett aus den Wohnräumen fernhalten. Dennoch gibt es ein paar Möglichkeiten die Tierchen auf natürliche Art und Weise zu bekämpfen, Vorbeugung ist natürlich noch besser.

So kann man Spinnen in Wohnräumen vorbeugen

Vorbeugung ist also das Stichwort, denn am besten ist es natürlich, wenn sich die achtbeinigen Tiere erst gar nicht in der Wohnung breit machen. Auch diese Methoden sind keine Garantie, aber zumindest lässt sich die Population durch diese Maßnahmen etwas dezimieren.

Spalten abdichten

Zunächst einmal geht es darum, alle möglichen Eingänge abzudichten. Spinnen können leider durch jeden schmalen Spalt in die Wohnräume gelangen, sie verkriechen sich unter anderem in Ritzen, Rollläden, Fußleisten und allen möglichen dunklen Ecken. Es kann deshalb sehr hilfreich sein, wenn man an den Fenstern Fliegengitter anbringt und Spalten mit Silikon abdichtet. Wenn man Fenster und Türen mit Tesamoll abdichtet, hält man nicht nur Spinnen fern, sondern senkt gleichzeitig auch den Energieverbrauch.

Regelmäßig gründlich putzen

Spinnen weben ihre Netze am liebsten in dunklen Ecken, in denen es am besten auch nicht ganz sauber ist. Indem man nun regelmäßig auch Winkel und Ecken putzt und Spinnweben immer gleich entfernt, wird die Wohnung für die Tierchen nicht mehr so attraktiv sein. Behält man die Putzroutine also auf Dauer bei, werden sich die Spinnen lieber eine andere Umgebung suchen.

Mögliche Fressplätze müssen besonders gut abgedichtet werden

Natürlich brauchen Spinnen ein entsprechendes Nahrungsangebot, um sich an einem Ort wohlzufühlen. Direkt am Haus sollten sich also weder ein Komposthaufen noch ein Stapel mit Brennholz befinden, von dort aus krabbeln die Tiere gerne in die Wohnräume. Hält man draußen Tiere, sollten deren Unterkünfte auch nicht direkt am Haus sein. Lässt es sich gar nicht vermeiden, sollten zumindest die möglichen Eingänge zum Haus ausreichend abgedichtet werden. Tierkäfige in der Wohnung müssen immer sauber gehalten werden, Küchenabfälle gehören täglich auf den Kompost.

Spinnen mit dem Staubsauger entfernen?

Wird eine Spinne in der Wohnung entdeckt, greifen viele gleich zum Staubsauger, denn dank des langen Saugrohres müssen sie den Achtbeinern nicht zu nah kommen. Das Einsaugen ist das eine, doch kann man auch sicher sein, dass die Tiere nicht wieder aus dem Staubsauger heraus gelangen? Sofern am Gerät keine Rückschlagkappe vorhanden ist, kann man sich in diesem Punkt sehr sicher sein.

Spinnen sterben nicht unbedingt durch den Sog, sondern durch den Mangel an Sauerstoff und die Umdrehungen im Inneren des Staubsaugers. Um ganz sicher zu sein, muss man nach dem Einsaugen das Gerät voll aufdrehen und die flache Hand ein paar Mal über die Düse halten, das sorgt für extremen Unterdruck, den eigentlich keine Spinne überleben sollte.

Leider ist die Staubsauger-Methode für die Tierchen sehr qualvoll, denn sie erstickt nur ganz allmählich. Bringt man es nicht fertig, die Spinne einzufangen und sie im Freien laufen zu lassen, sollte man sie lieber gleich erschlagen, so dass sie zumindest nicht leiden muss.

Spinnen einfangen und draußen wieder frei lassen

Am besten ist es natürlich, wenn man genügend Mut hat und die Spinne einfangen kann, um sie dann im Freien wieder krabbeln zu lassen. Mutige Menschen stülpen einfach ein Glas über das Tierchen und verschließen das Glas dann mit einem Pappdeckel oder etwas ähnlichem, um die Spinne nach draußen zu transportieren. Viele möchten die Spinne zwar nicht töten, sind aber auch nicht mutig genug, ihr mit einem Glas so nahe zu kommen. Für diesen Zweck gibt es im Handel ein spezielles Hilfsmittel, einen so genannten Spinnenfänger. Damit lassen sich Spinnen oder Insekten bequem einfangen, man hat dabei aber ausreichend Abstand.

 

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